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Was Sie beim tragen von US amerikanischen
kirchlichen Doktortitel in Deutschland beachten sollten



Präambel

Lesen Sie, was Sie zu beachten haben, wenn Sie US-amerikanische Doktortitel in Deutschland tragen wollen. Gleichheit vor dem Gesetz steht zwar in der deutschen Verfassung, doch das interessiert die Behörden in Deutschland nicht. US amerikanische Ehrendoktortitel von US amerikanischen Kirchen werden diskriminiert, obgleich es mit den Ehrendoktortiteln Dr. h.c. (honoris causa, ehrenhalber) deutscher Universitäten in Deutschland gleichwertig sind und keine akademischen Grade darstellen. Diese kleine Abhandlung dient lediglich der Information rechtlicher Bedingungen in Deutschland. Rechtliche Beratung erhalten Sie bei ihrem Rechtanwalt.

Kirchliche Doktortitel

Jede in den USA registrierte und anerkannte Kirche hat das recht, kirchliche Ehrengrade zu vergeben. Oft geschieht das gegen Spenden an die jeweilige Kirche. Die Kirche würdigt mit dem Doktortitel das Lebenswerk eines Menschen oder für Lebenserfahrung. Die Fachbereiche sind vielfältig von Motivation bis Parapsychologie, von Astrologie bis Ufos oder Religion. In den USA gibt es echte Gleichberechtigung, d.h. was für eine Kirche gilt, gilt auch für jede andere Kirche ebenfalls. Viele Ehrengrade sind auch akkreditiert.

Bei den von den US Kirchen verliehenen ausländischen kirchlichen Doktortiteln (auch Ehrendoktortitel, Dr. h.c. honoris causa, Ehrendoktorwürde oder Professortitel) handelt es sich nicht um akademische Grade, sondern um kirchliche, gecharterte Titel in religiösen Fachgebieten. Auch Professortitel sind keine akademische Grade. Die verliehenen Titel werden mit einer Urkunde offiziell bestätigt. Eine Nostrifizierung der Titel (Eintragung in den Personalausweis) ist nicht notwendig und rechtlich in Deutschland nicht möglich.

Die Verantwortung für das gesetzeskonforme Tragen der Doktortitel trägt ausschließlich der Erwerber. Da Bildung in Deutschland Sache des Bundeslandes ist, befragen Sie ihr zuständiges Ministerium für Wissenschaft und Bildung in Ihrem Bundesland bezüglich des Tragens des Titels. Eine Verfassungsbeschwerde der Prixton Church beim deutschen Bundesverfassungsgericht wurde leider abgelehnt, was die ungerechtfertigte Ungleichbehandlung gegenüber Ehrendoktortitel deustcher Universitäten oder gar akademischen Graden betrifft.

Derzeit raten wir davon ab, unsere kirchliche Doktor- und Professortitel (auch Bachelor und Master) in Deutschland, Schweiz und Austria zu tragen!

Grundsätze für die Reglung der Führung ausländischer Hochschulgrade
Im Sinne einer gesetzlichen Allgemeingenehmigung durch einheitliche gesetzliche Bestimmungen

Nachfolgend finden Sie den Beschluß der Kultusministerkonferenz vom 14.04.2000.

1. Ein ausländischer Hochschulgrad, der aufgrund eines nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannten Hochschulabschlusses nach einem ordnungsgemäß durch Prüfung abgeschlossenen Studium verliehen worden ist, kann in der Form, in der er verliehen wurde unter Angabe der verleihenden Hochschule geführt werden. Dabei kann die verliehene Form transliteriert und die im Herkunftsland zugelassene oder nachweislich allgemein übliche Abkürzung geführt und eine wörtliche Übersetzung im Klammern hinzugefügt werden. Eine Umwandlung in einen entsprechenden deutschen Grad findet mit Ausnahme zugunsten der nach dem Bundesvertriebenengesetz Berechtigten nicht statt. Entsprechendes gilt für staatliche und kirchliche Grade.

2. Ein ausländischer Ehrengrad der nach einer nach dem Recht des Herkunftslandes zur Verleihung berechtigten Hochschule oder anderer Stelle verliehen wurde, kann nach Maßgabe der für die Verleihung geltenden Rechtsvorschriften in der verliehenen Form unter Angabe der verleihenden Stelle geführt werden. Ausgeschlossen von der Führung sind Ehrengrade, wenn die ausländische Institution kein Recht zur Vergabe des entsprechenden Grades im Sinne der Ziffer 1 besitzt.

3. Die Reglungen unter Ziffer 1 und Ziffer 2 geltend entsprechend für Hochschultitel und Hochschultätigkeitsbezeichnungen.

4. Soweit Vereinbarungen und Abkommen der Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten über Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich und Vereinbarungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland die Inhaber ausländischer Grade abweichend von Ziffer 1 bis 3 begünstigen, gehen diese Reglungen nach Maßgabe landesrechtlicher Umsetzung vor.

5. Eine von den Ziffern 1 bis 3 abweichende Grad- und Titelführung ist untersagt. Durch Titelkauf erworbene Grade dürfen nicht geführt werden. Wer einen Grad führt, hat auf Verlangen einer Ordnungsbehörde die Berechtigung hierzu urkundlich nachzuweisen.

Hochschulgesetze der Bundesländer

Weitere Informationen finden Sie im jeweiligen Hochschulgesetz (HochSchG) Ihres Bundeslandes. Hier ein Beispiel:

"§ 31 — Akademische Grade, hochschulbezogene Titel und Bezeichnungen

(1) Ein von einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule ordnungsgemäß verliehener Hochschulgrad darf in (Bundesland) geführt werden.

(2) Ein ausländischer Hochschulgrad darf nur geführt werden, wenn die verleihende Hochschule nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannt, zur Verleihung dieses Grades berechtigt und der Grad nach einem ordnungsgemäß durch Prüfung abgeschlossenen Studium verliehen worden ist. Der Hochschulgrad ist unter Angabe der verleihenden Hochschule in der Form zu führen, die dem Wortlaut der Verleihungsurkunde entspricht. Dabei kann die verliehene Form gegebenenfalls in lateinische Schrift übertragen und die im Herkunftsland zugelassene oder nachweislich allgemein übliche Abkürzung geführt und eine wörtliche Übersetzung in Klammern hinzugefügt werden. Eine Umwandlung in einen entsprechenden deutschen Grad findet nicht statt. Entsprechendes gilt auch für Hochschulgrade, die im Ausland durch gesetzliche Regelung von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Stelle verliehen worden sind. Die Regelungen finden auch Anwendung auf staatliche und kirchliche Grade.

(3) Ein ausländischer Professorentitel darf nur geführt werden, wenn er als Amts- oder Dienstbezeichnung in Verbindung mit einem Forschungs- oder Lehrauftrag vom Staat oder einer vom Staat ermächtigten Stelle auf der Grundlage besonderer wissenschaftlicher Leistung verliehen wurde. Nach dem Ausscheiden aus dem Dienst der ausländischen Hochschule darf der ausländische Professorentitel im Geltungsbereich dieses Gesetzes nur geführt werden, wenn dies auch nach dem Recht des Herkunftslandes zulässig ist.

(4) Ein ausländischer Ehrengrad, der von einer nach dem Recht des Herkunftslandes zur Verleihung berechtigten Stelle für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen wurde, kann nach Maßgabe der für die Verleihung geltenden Rechtsvorschriften in der verliehenen Form unter Angabe der verleihenden Stelle geführt werden. Ein ausländischer Ehrengrad darf nicht geführt werden, wenn die verleihende Stelle kein Recht zur Vergabe des entsprechenden Grades im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 besitzt.

(6) Das fachlich zuständige Ministerium wird ermächtigt, von den Absätzen 2 bis 4 abweichende, begünstigende Regelungen, insbesondere für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz durch Rechtsverordnung zu treffen."

Eine Liste der Hochschulgesetze finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=226

Rechtslage im Ausland

Wenn Ihnen rechtliche Informationen zum Tragen der Doktortitel in Österreich, der Schweiz oder anderen Ländern vorliegen, freuen wir uns über einen entsprechenden Hinweis.

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